„Für alle die bestmögliche Versorgung“
Übung auf dem Flugplatz mit vielen Verletzten

Übung 12.06.15 01Achum (mm-12.06.15). Auf Initiative der Heeresfliegerwaffenschule hat am Samstag in Kooperation mit dem Landkreis Schaumburg eine mehrstündige „Flugunfall-Alarmübung mit einem Massenanfall von Verletzten“ stattgefunden. Auf den Flugplätzen der Bundeswehr sind Strategien zu besonderen Schadenslagen zu entwickeln und zu erproben, um auch auf ein größeres Schadensereignis wie einen Flugunfall reagieren zu können.

Übung 12.06.15 02Eine ähnliche Übung hatte zuletzt 2009 stattgefunden. Die im Jahr 2007 mit dem Landkreis getroffenen Vereinbarungen zum Einsatz von Rettungskräften für einen solchen Einsatz sind in diesem Jahr überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst worden. Das überarbeitete Konzept ist mit dieser Übung überprüft worden.

Simuliert wurde eine Kollision zweier Hubschrauber auf der Start- und Landebahn mit einer starken Rauchentwicklung, aber ohne Feuer. Der Tower hat den Unfall auf dem Flugfeld erkannt und intern Alarm ausgelöst, so dass die eigenen Rettungskräfte erst einmal ausrücken konnten. Aufgrund der hohen Anzahl von 20 vorgefundenen Verletzten wurde der Landkreis informiert.

Übung 12.06.15 03Bei einem Großschadensereignis geht es um die Zusammenarbeit ziviler, militärischer und ehrenamtlicher Einsatzkräfte. „Wenn mehr Verletzte als Einsatzkräfte vorhanden sind, geht es in erster Linie darum, Ruhe zu bewahren und sich zunächst einen Überblick zu verschaffen“, erläuterte Christian Hoffmann von der örtlichen Einsatzleitung. Über einen Funkmeldeempfänger wurde die in Obernkirchen stationierte Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK alarmiert. Ihre Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Die Gruppe besteht aus Ärzten und nicht-ärztlichen medizinischem Personal, wie Rettungsassistenten. „Alle sind Profis in Sachen Notfallmedizin“, weiß Hoffmann.

Übung 12.06.15 04Inzwischen ist die Logistikeinheit Feuerwehr, eine Einheit der Kreisfeuerwehr, die aus den Feuerwehren Rodenberg und Pohle besteht, nach einer halbstündigen Fahrt aus Rodenberg eingetroffen. Unter der Leitung von Samtgemeindebrandmeister Jürgen Wilkening sind 30 Personen vor Ort, um die Patientenablage einzurichten. Zelte werden innerhalb kurzer Zeit aufgebaut, wo die aus dem Gefahrenbereich geretteten Verletzten vom Notarzt versorgt werden.

Übung 12.06.15 05Er schaut sich jeden Patienten an. Festgelegt wird das Rettungsmittel, ob der Verletzte mit dem Krankenwagen, Rettungswagen oder Hubschrauber abtransportiert wird. Alle Patienten sind zuvor identifiziert und von 1 bis 20 registriert worden. Zu der professionellen Organisation gehört auch, dass die Leitstelle telefonisch für jeden Patienten ein Bett in einem „geeigneten“ Krankenhaus besorgt; denn keinesfalls können alle 20 Verletzten im nächstgelegenen Krankenhaus untergebracht werden. Bei verletzten Kindern kann die Aufnahme in einer speziellen Kinderklinik erforderlich sein.

Übung 12.06.15 06„Bei Großschäden ist die bestmögliche Versorgung für alle das Ziel“, betont Hoffmann. „Viele positiv-bekloppte Ehrenamtliche sorgen dafür, dass wir im Landkreis Schaumburg recht gut aufgestellt sind“, so Hoffmann weiter. Die Übung ist inzwischen von allen Beteiligten als ein voller Erfolg bewertet worden.

Übung 12.06.15 07Etwa 150 Personen sind an der Übung beteiligt gewesen: Flugplatzfeuerwehr Achum, Einsatzzug DRK Schaumburg und Rettungsdienst DRK Schaumburg, Logistikeinheit Feuerwehr, ÖEL Landkreis Schaumburg, Sanitätsdienst der Bundeswehr mit Notärzten und Rettungsassistenten und die RUD, die realistischen Unfalldarsteller des DRK Lüneburg, die bereits am Morgen geschminkt und in einem Briefing über die Art ihrer „Verletzungen“ unterrichtet wurden.

 

 

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